Dass Perlen ein grosser Traum vieler Frauen sind ist bekannt. Ist doch ein schönes Perlencollier ein perfekter Begleiter für besondere Anlässe. Goldschmiedemeister Adriano Zoppi lässt sich von den barocken Formen dieser Naturprodukte inspirieren und kreiert individuelle, fantasievolle Schmuck-Unikate.

Wie entstehen aber diese Wunder der Natur?

Ein lang gehegter Wunsch wurde war. Elisabeth und Marco Zoppi durften eine Perlenfarm besuchen. Und nicht irgend eine – sondern die Farm von Justin Hunter in Fidschi. Nach einem fast zweitägigen Flug landeten wir auf diesem Inselparadies. Herzlich wurden wir von der Familie Hunter aufgenommen und durften auch gleich die Aufzucht der Baby-Austern besuchen, wie auch die Pflege und Aufzucht der Perltragenden Austern in den Meeresbuchten bestaunen.


Justin Hunter hatte einen Traum: Perlen zu züchten, die so schön waren, dass sie alle bisher Dagewesenen überträfen. Auf Fiji machte er diesen Traum wahr: Seine aussergewöhnlich grossen Perlen schimmern in Farben von Tiefgrün über Braunbronze bis Aubergine. „Als Kind habe ich mehr Zeit im als ausserhalb des Meeres verbracht“, sagt Justin Hunter lachend. Der sympathische Mann ist in Savusavu gross geworden, einem Städtchen an der Südküste der Fiji-Insel Vanua Levu, einer von 330 kleinen Inseln im Südwest-Pazifik.“ Der Ozean gehört zu den wichtigsten Dingen in meinem Leben: Ich bin mit ihm und in ihm aufgewachsen, heute lebe ich von ihm.“

Seine Jugend verbrachte Hunter in den USA, der Heimat seines Vaters. Dort besuchte er die Highschool, studierte Meeresbiologie und arbeitete für ein führendes amerikanisches Gewässerbewirtschaftungsunternehmen. Er war auf dem Weg, eine klassische Karriere zu machen.

Sein Sehnsuchtsort aber blieb Savusavu. „Ich wollte immer zurück nach Fiji. Ich habe nur nach einem guten Grund gesucht, in meine Heimat zurückzukehren, sagt er“. Er fand ihn vor gut zwölf Jahren, denn nur auf Fiji konnte er seinen Traum von der Zucht aussergewöhnlicher Perlen endlich wahr werden lassen. So gründete er hier im Jahr 2000 sein Unternehmen J. Hunter Pearls und seine erste Perlenzuchtfarm, die Savusavu-Farm. 2008 folgte die zweite, Kioa. Nun lebt er wieder dort, wo er eine glückliche Kindheit verbrachte: direkt am Ozean. Dabei geht es nicht um die Menge der gewonnen Perlen, sondern um die extrafeinen Farbnuancen, welche von keinem anderen Zuchtgebiet erreicht werden. Diese aussergewöhnlich grossen Perlen schimmern in Farben von Tiefgrün über Braunbronze bis Aubergine.

Das Wasser, das die Insel umgibt, ist es auch, das die Zucht seiner bemerkenswert grossen Perlen von bis zu 18 Millimeter Durchmesser erst möglich macht: Es ist warm, sauber und reich an Nährstoffen. Das führt dazu, dass die Austern, in denen die Zuchtperlen heranwachsen, so gut genährt sind, dass sie besonders dicke und gleichmässige Perlmuttschichten um den Kern herum bilden.

Inzwischen ist Hunters Farm zu einem wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen geworden. Er hat 60 Arbeitsplätze geschaffen. In Fiji ist das sehr willkommen. Die Einheimischen in sein Unternehmen einzubinden, sie fair zu bezahlen und sich für ihre Ausbildung, Gesundheit und das soziale Dorfleben einzusetzen, ist für Hunter selbstverständlicher Bestandteil seiner Unternehmensphilosophie.

Natürliche Raritäten

«Wir können garantieren und sind stolz darauf, dass unsere Zuchtperlen ein absolutes Naturprodukt
sind», sagt Justin Hunter. Die enorme Farbvielfalt macht die Fidschi Zuchtperlen zu besonders begehrten Juwelen. Dass es von ihnen nur relativ wenige gibt, verstärkt ihren Reiz. Die schwierigen Zuchtbedingungen lassen nämlich nur eine jährliche Ernte von rund 23000 Perlen zu und das, obwohl zweimal pro Jahr geerntet wird. Hunter ist sich bewusst, dass nur eine gesunde Umwelt eine Aufzucht von besonders schönen Perlen ermöglicht. Dafür, dass da Meer rund um die Fiji-Inseln, von denen übrigens nur etwa ein Drittel bewohnt ist, ökologisch intakt bleibt, setzt er sich persönlich ein. Das ist für uns nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern existenziell wichtig, sagt Justin Hunter. Auf seinen beiden Perlenzuchtfarmen wird deshalb nach strengen Umweltrichtlinien, dem Environmental Code of Practice (ECOP), gearbeitet. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass durch die Perlenzucht die negativen Einflüsse auf die Umgebung minimiert und die positiven Auswirkungen maximiert werden. Von der Aufzucht der Babyaustern über die der Zuchtperlen bis zu deren Ernte. Um ECOP zu formulieren und durchzusetzen (inzwischen ist der Code zum Standard auch für die wenigen anderen Perlenzüchter der Fiji-Inseln geworden) arbeitete der engagierte Züchter eng mit dem Umweltministerium und der Fischereibehörde zusammen.

Exklusive Partnerschaft

Die Geschäftspartner, die weltweit mit seinen kostbaren und nur begrenzt zur Verfügung stehenden Meeres-Preziosen handeln dürfen, wählt Justin Hunter besonders sorgfältig aus. Mit einer ausgesuchten Perlenkollektion und mit wunderschönen Eindrücken und Erinnerungen reisten wir in die Heimat zurück. Glücklich im Wissen, dass wir unseren Kunden diese aussergewöhnlichen Perlen exklusiv anbieten dürfen.